Eine etwas andere Sichtweise auf den "Trauermarsch" 2010

von René Despang, ehemaliger Dresdner Landtagsabgeordneter der NPD Fraktion im Sächsischen Landtag

Zu erst einmal geht natürlich der Dank an alle Kameraden, die teilweise mehrere 100 Kilometer gefahren sind, um an dem Trauermarsch der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland teilzunehmen. Der Dank geht an die Versammlungsleitung, die von Anfang bis zum Ende wirklich alles versucht hat, den Trauermarsch durchführen zu können. Der Dank geht an die vielen Spender, mit deren Hilfe zahlreiche Kosten abgedeckt werden konnten und natürlich auch an die vielen Helfer von der Absicherung und der Verpflegung.

Daß der Trauermarsch in diesem Jahr erstmals nicht mehr in Würde, Ruhe und absoluter Disziplin durchgeführt werden konnte, liegt in erster Linie an der Polizeileitung, die nur noch eine Marionette der Politik ist, auch wenn sie dadurch gezwungen ist, Recht in Unrecht umzuwandeln. Es war aus meiner Sicht heraus, eigentlich fast klar, daß von Anfang an vorgesehen war, uns vom Neustädter Bahnhof aus nicht  loslaufen zu lassen. So wollte es doch die Stadt und die Frau Oberbürgermeisterin. Was spielt es denn dann für eine Rolle, daß die JLO sich gerichtlich hat beständigen lassen, daß sie den Trauermarsch durchführen kann und nicht nur eine Kundgebung abhalten darf, wie es Frau Oberbürgermeisterin Helma Orosz gerne gehabt hätte. Was gilt denn heute noch Recht, Gesetz und Richtersprüche, in der ach so demokratischen BRD? Die Antwort ist so simpel wie einfach- nichts! Die Aussage der Einsatzleitung, nach über Vier Stunden des Wartens auf dem Bahnhofsvorplatz, daß man nun den Teilnehmern des Trauermarsches eine Ersatzstrecke zur Verfügung stellen würde, da die genehmigte Strecke blockiert wäre und die Sicherheit der Teilnehmer nicht gewährleistet werden könne, war doch auch nur eine billige und verlogene Hinhaltetaktik, um 17.00 Uhr sagen zu können: "Ihre Zeit ist jetzt abgelaufen, bitte fahren sie nach Hause". Natürlich hätte man räumen können, wenn man gewollt hätte, dafür waren genügend Polizisten vorhanden, aber dies war im Protokoll der Einsatzleitung nie vorgesehen. Manch ein ehrlicher Polizist wird sich gefragt haben, warum am 13. Februar in Dresden Recht zu Unrecht wurde. Er wird sich fragen müssen, wieso er handlungslos am Gitter stand und aufpassen mußte, daß die Demonstrationsteilnehmer nicht aus dem Kessel ausbrechen, der eigens dafür geschaffen wurde, anstatt mit seinen Kollegen die genehmigte, oder zumindest eine Ersatzstrecke, freizumachen. Wieso ist es denn den Linken überhaupt von Anfang an gelungen, in so großer Zahl sogar mit Bussen auf die Neustädter Seite zu gelangen, damit sie schon am frühen Morgen mit ihren Blockaden beginnen konnten, ohne spürbare Gegenwehr der Polizei. Was ist denn das Trennungsgebot wert, das vor Ausschreitungen schützen sollte? Ist es nicht so, daß Frau Oberbürgermeisterin Orosz den Trauermarsch der JLO nur deswegen auf die Neustädter Seite verlegt hatte, weil sie mit ihrer Menschenkette in Ruhe gelassen werden wollte, um schöne Bilder vom „friedlichen“ Teil Dresdens für die Medien zu erzeugen? Dies ist ihr aber so sicherlich nicht gelungen, weil davon nur wenig zu sehen war.

Zu sehen war aber der linke Pöbel, angereist aus ganz Deutschland und dem Ausland und unterstützt von Politik, Gewerkschaften, Altkommunisten und Kirchenvertretern, die sich, wieder einmal, in Dresden austoben durften, Autos umwarfen, Busse entglasten, Mülltonnen anzündeten, Polizisten mit Steinen bewarfen und sogar eine Tankstelle leer räumen konnten, ohne daran großartig gehindert zu werden. Sie wurden dafür sogar indirekt noch gelobt, daß sie es geschafft hatten, mit ihren eigentlich illegalen Blockaden die "Nazis" aufzuhalten. Da sind natürlich „Kollateralschäden“ mit eingerechnet. Aber genau diese Bilder sind es, die der Bürger im Fernsehen sieht und vielleicht erkennt, woher die Gewalt kommt und woher nicht und dies, obwohl die Teilnehmer des Trauermarsches, egal ob jung oder alt, viele Stunden vor dem Bahnhof eingekesselt wurden, umringt von Zäunen, fast wie im Zoo. Nur zu gern hätten die Medien Bilder gezeigt, von randalierenden Teilnehmern, die versuchen, aus diesem Käfig auszubrechen. Es ist ihnen durch die Disziplin aller Kameraden aber zum Glück nicht gelungen. Dafür an dieser Stelle allen noch einmal vielen Dank.
Wenn dann einen Tag später im Fernsehen gezeigt wird, daß ein Funktionsträger der NPD „zur Gewalt aufruft“, so ist dies noch nicht einmal die halbe Wahrheit und von den Medien zurechtgeschnitten, um nicht zu zeigen, daß er sagt: „...daß einige Busse in einer Stunde nach Hause fahren müßten, wegen der Lenkzeiten, und die Kameraden dann gezwungen wären, die Nacht in Dresden zu verbringen, wenn sie nicht zu ihren Bussen gelangen.“ Von Gewalt gegen Menschen und Gegenständen war nie die Rede, aber es soll damit vom Chaos, das die Linken hinterlassen haben, ablenken.

Und die groß angekündigte und beworbene Menschenkette von der Stadt, die angeblich viel größer wurde, als man erwartet hätte. Von den Dresdner Bürgern werden sie dafür sicher nicht viel Unterstützung bekommen haben. Die Menschen die sich daran beteiligten, wurden zum größten Teil, mit kostenlosen Bussen, bezahlt und angemietet von Parteien, Vereinen und Gewerkschaften, nach Dresden gekarrt. Der Dresdner Bürger blieb dem Treiben „gegen Rechts“ fern und gedachte erst am Abend an der Frauenkirche oder zu Hause seiner verstorbene Freunde oder Bekannten. Selbst auf dem Dresdner Heidefriedhof war leider kaum ein Bürger zu sehen, der nicht zu einer Partei oder einem Verein gehörte, mit Ausnahme, der zum größten Teil noch jungen Kameraden der nationalen Opposition, die auch dieses Jahr wieder den größten Block bildeten und ihre Kränze diszipliniert niederlegten.

Der Bürger glaubt schon lange nicht mehr alles, was in der Zeitung steht oder ihm im Fernsehen vermittelt werden soll. Er macht sich seine eigenen Gedanken und liest auch auf den Seiten der JLO was wirklich geschah. Er hat dieses Spiel von Macht und Intrigen längst begriffen und immer mehr Bürger begreifen auch, daß wir nicht in dem immer hoch angepriesenen demokratischen Rechtsstaat leben und das manche Gesetze nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie stehen und jederzeit gebrochen werden können.

Aber wir lassen uns schon lange nicht mehr alles gefallen und können jetzt schon ankündigen, daß es natürlich auch im nächsten Jahr wieder einen würdigen Trauermarsch geben wird, dafür wird die JLO alles tun und vielleicht auch neue Wege beschreiten, damit das Recht wieder zu Recht wird! Darum gelte die Losung: „Jetzt erst Recht“!

Wir sehen uns alle, und vielleicht noch einige mehr, 2011 in Dresden.

René Despang

 

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