
„Jetzt kann Dresden vielleicht endlich wieder zur Ruhe kommen!“
Der Dresdner NPD-Abgeordnete René Despang zur Entziehung des Welterbe-Titels durch die UNESCO
Am Nachmittag des 25. Juni trat im spanischen Sevilla das ein, was der eine oder andere Experte schon erwartet bzw. „befürchtet“ hatte. Die UNESCO erkannte Dresden nach nur fünf Jahren den Titel „Weltkulturerbe“ wieder ab.
Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit zwischen Gegnern und Befürwortern der Waldschlößchenbrücke. Begonnen hatte alles am 15. August 1996, als der Dresdner Stadtrat den Bau der Waldschlösschenbrücke beschloß. Nach vielem hin und her wurde schließlich am 27. Februar 2005 ein Bürgerbegehren durchgeführt, bei dem 68 % der Dresdner Bürger „Ja“ zum Bau der Brücke sagten. Doch der Streit um die Brücke riß nicht ab. Unzählige Diskussionen und Sondersitzungen des Stadtrats waren die Folge. Mehrmals wurde darüber auch im Landtag debattiert und Dresden wurde der Schauplatz einer Reihe von Demonstrationen.
Auch der NPD- Kreisverband Dresden und das Nationale Bündnis diskutierten über das Für und Wider der geplanten Waldschlößchenbrücke im Kreise seiner Mitglieder, und – obwohl es befürwortende wie auch ablehnende Haltungen dazu gab – wurde man sich darüber einig, daß das „Ja“ zum Bürgerentscheid zu respektieren ist, und die Brücke nun schnellstmöglich gebaut werden solle. Aus Sicht des NPD-Kreisverbandes und auch des Nationalen Bündnisses Dresden hätte, gerade in einer Zeit, in der die Bürger tagtäglich zum Sparen aufgerufen werden, auch eine „abgespeckte“ Variante der Brücke – mit wesentlich geringeren Baukosten – in Betracht gezogen werden müssen.
Der Dresdener NPD Landtagsabgeordnete René Despang äußerte dazu: „Ich bin froh, daß Dresden nun endlich wieder zur Ruhe kommen kann, und das, was 2005 von den Dresdnern in dem Bürgerentscheid beschlossen wurde, nun auch ohne weitere Verzögerungen umgesetzt werden kann. Ich habe in meinen Debattenbeiträgen im Sächsischen Landtag zu diesem Thema immer wieder betont: Sollte die UNESCO bei ihrer sturen Haltung bleiben und uns den Titel aberkennen wollen, dann soll sie dies tun. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Glaubt jemand denn wirklich, daß die vielen Touristen, die Dresden tagtäglich aus aller Welt besuchen, nun ausbleiben? Wohl kaum, denn die Touristen kommen nach Dresden, um die Frauenkirche, die Semperoper und den Dresdner Zwinger zu bewundern, ihnen dürfte der Welterbetitel ziemlich egal sein. Auch wenn wir die Entscheidung bedauern, so sind wir uns sicher, daß Dresden sehr gut auch ohne den Titel leben kann!“