NPD besucht Podiumsdiskussion für ein Gewandhaus am Neumarkt!

Am Freitag, den 18.Mai 2007 besuchten der Dresdner NPD Abgeordnete René Despang, der Kreisvorsitzende Jens Baur und einige Mitstreiter die Podiumsdiskussion über den Neubau des Gewandhauses auf dem Dresdner Neumarkt. Zu dieser Veranstaltung im Dresdner Rathaus fanden sich zirka 300 Dresdner Bürgerinnen und Bürger ein.

Der Moderator der Veranstaltung begann mit einem Zitat eines berühmten Besuchers Dresdens, der einst sagte: „Was sind die Dresdner doch für wunderliche Leute, sie streiten mit einer Leidenschaft, als ginge es um ihr eigenes Leben“. Zum Glück ist es nach wie vor so, daß sich die Dresdner Bürger, vor allem der älteren Generation, bis heute dafür einsetzen, daß ihre Stadt nicht zum Paradies für Spaßarchitekten verkommt, was auch während der Veranstaltung mehr als deutlich zu spüren war.

Als nächstes bekam der Stadtentwicklungsbürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) das Wort. Er schilderte, wie 1996 die Diskussion um die Bebauung des Platzes vor der Frauenkirche, an dem bis 1791 das alte Gewandhaus stand, begonnen hatte, bis dann 2002 der Stadtrat den Beschluß für die Bebauung verabschiedete.  

Dann übergab er dem Architekten Peter Cheret aus Stuttgart das Wort, der mit seinem Modell den ersten Preis im Gestaltungswettbewerb gewonnen hatte. Er versuchte genauer auf sein Modell einzugehen und es zu erläutern, schweifte aber sehr weit aus, was zu größerer Unruhe führte, so daß er gezwungen war seinen Vortrag stark zu verkürzen. Der darauffolgende Applaus des Publikums hielt sich bezeichnenderweise in Grenzen. 

Anschließend plädierte der ehemalige Landeskonservator Gerhard Glaser für den Neubau, um die ehemals vorhandene Platzkante zu vervollständigen. Ihm wiederum entgegnete Stefan Hertzig von der „Gesellschaft Historischer Neumarkt“, daß das Gewandhaus an seinem ursprünglichen Platz seit 1791 nicht mehr aufgebaut wurde und das, obwohl die Mittel dafür des öfteren zur Verfügung gestanden hätten. Er nannte die vorliegenden Entwürfe eine Provokation für Dresden und sagte, daß es außer dem Neumarkt nur verunglückte Plätze wie den Postplatz und den Wiener Platz in Dresden gebe. Für seine Rede bekam Stefan Hertzig stürmischen Applaus von den meisten der anwesenden Besucher.

Danach wurden die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen am Podium nach der Meinung ihrer Partei gefragt. Michael Grötsch von der CDU erklärte daß man noch in der Diskussion wäre und momentan noch keine einheitliches Ergebnis vorläge. Ähnlich äußerte sich auch Kris Kaufmann von der Linksfraktion- PDS. Eindeutig abgelehnt wurde das Gewandhaus von Peter Lames (SPD), Jan Mücke (FDP) und Christoph Hille (Bürgerfraktion). Eva Jähnichen von den Grünen sprach sich weder dafür noch dagegen aus, äußerte aber, daß man das Grundstück nicht verkaufen, sondern verpachten solle.

Die anschließende Diskussion mit den Zuhörern zu später Stunde zeigte mehr als deutlich, daß die meisten der anwesenden Bürger gegen das Projekt waren.

Der Dresdner Landtandtagsabgeordnete der NPD-Fraktion, René Despang, äußerte:

„Es sieht gegenwärtig so aus, daß das Projekt Gewandhaus am Neumarkt vom Stadtrat abgelehnt werden wird. Bleibt zu hoffen, daß die Herren Stadträte, die jetzt noch unentschlossen sind, das Votum der Dresdner Bürger annehmen und den Entwurf und die Bebauung der Freifläche ablehnen. Eine Endlosdiskussion wie im Fall Waldschlößchenbrücke sollte sich Dresden diesmal ersparen. Sollte es doch wider Erwarten einen anderen Beschluß geben, dann kann der Stadt nur noch ein Bürgerbegehren helfen. Die dafür benötigten Stimmen dürften keine Hürde sein, gibt es doch genügend Dresdner, die gegen dieses Bauprojekt Sturm laufen.

Die Stadträtin Brigitte Lauterbach, die für das Nationale Bündnis im Stadtrat sitzt und kulturpolitische Sprecherin ist, war schon am Dienstag den 15. Mai auf der ersten Diskussionsveranstaltung, die ebenfalls sehr gut besucht war und äußerte dazu:

„Grundsätzlich haben wir nichts gegen ein neues Gewandhaus, aber nicht an diesem Ort, sondern beispielsweise am Wiener Platz, neben der neu zu errichtenden Staatsoperette. Momentan sollte das zur Verfügung stehende Geld zuerst einmal in die Sanierung des Kulturpalastes und in den Bau der Staatsoperette auf dem Wiener Platz gesteckt werden. Außerdem wäre es ein großer Stilbruch, neben spät- und frühbarocker Architektur einen solchen ‚Klotz’ zu errichten.“

Der NPD Kreisverband und das Nationale Bündnis werden diese Angelegenheit weiter beobachten und gegebenenfalls Aktionen gegen den Bau des Gewandhauses auf dem Neumarkt vorbereiten.

René Despang; MdL,


zurück