Rene Despang (MdL)

Osterbergstraße 14

01127 Dresden

Sehr geehrte Damen und Herren,

In der „Sächsischen Zeitung“ habe ich gestern von Ihrer Bürgerinitiative und Ihrer Unterschriftensammlung gegen mein Bürgerbüro gelesen.

Da ich als Mieter des fraglichen Objektes nichts weiter als meine Arbeit in meinem Büro verrichten möchte – im übrigen auch und geradezu zum Nutzen der Bürger in Pieschen -, sehe ich mich veranlaßt, Ihnen meine Sicht der Dinge kurz darzustellen und so zumindest von meiner Seite den sachlichen Austausch der Argumente zu befördern.

Zunächst, denke ich, gilt es klarzustellen – was Ihnen eigentlich bewußt sein müßte -, daß jeder Abgeordnete nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht dem Bürger gegenüber hat, ein eigenes Abgeordnetenbüro zu unterhalten. Für diesen Zweck stehen jedem Abgeordneten eigens Mittel aus dem Etat des Landtags zu. Daß ich mein Büro gerade im Stadtteil Pieschen eröffnet habe, hat im übrigen rein pragmatische Gründe: das Objekt, das mir seinerzeit angeboten wurde, fand ich von Anfang an ansprechend; zudem ist Pieschen ein Dresdner Stadtviertel mit viel lokalem Charme.

Sie dürfen versichert sein, daß etwaige Probleme, die mit der Existenz meines Bürgerbüros in Pieschen einhergehen könnten, sicherlich nicht von mir ausgehen werden, sondern, wie die Erfahrung zeigt, eher dann auftreten, wenn sich linksgewirkte Halbwüchsige bemüßigt sehen, sich ausgerechnet vor meinem Büro auszutoben, wobei etwa parkende Autos in Mitleidenschaft gezogen werden. Darauf hatte ich im übrigen bereits in meinem Flugblatt, das inzwischen in einer Auflage von 10.000 Stück in Pieschen und den angrenzenden Stadteilen verteilt wurde, hingewiesen; ich hatte in diesem Zusammenhang die Pieschener Bürger auch um ihre Mithilfe bei der Ergreifung etwaiger Randalierer gebeten. Glücklicherweise stellten sich solche Übergriffe bis jetzt nicht ein, und ich bin mir mit vielen Pieschner Anwohnern in der Hoffnung einig, daß dies auch so bleiben wird. Von einer „Störung des toleranten Klimas“ - was auch immer Sie darunter verstehen - kann von meiner Seite aus daher überhaupt keine Rede sein. Im Gegenteil: Sie tragen mit Ihrer permanenten Hetze gegen mich und meine Partei erst den Unfrieden in die Bevölkerung.

Noch ein Gesichtspunkt verdient meiner Meinung nach Beachtung. Die NPD wurde im September 2004 von 190.000 Bürgern in Sachsen in den Landtag gewählt. Darunter waren auch viele Stimmen von Pieschner Bürgern. Ich bin sehr froh, daß zwischenzeitlich auch bereits zahlreiche Pieschner Anwohner Kontakt mit uns aufgenommen haben und mich in meinem Bürgerbüro besuchten. Ich glaube nicht, daß sie sich von Ihrer billigen Hetze beeindrucken lassen werden, wissen sie doch nur zu gut, daß wir gute, engagierte Arbeit im Landtag leisten.

Sollten Sie die Courage besitzen und es Ihnen um einen sachlichen Austausch der Standpunkte und nicht um vordergründigen Populismus gehen, dann laden Sie mich doch einmal zu einer Ihrer Versammlungen oder zu einer Veranstaltung  ein – seien Sie versichert, daß ich Ihnen gerne Rede und Antwort stehen und interessierten Bürgern meine Argumente nicht vorenthalten werde.

Selbstverständlich werde ich auch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten die Bürger in Pieschen über die Arbeit der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag informieren, damit sie sich ein eigenes Bild machen können und nicht auf Ihre Falschdarstellungen angewiesen sind.

Mit  freundlichen Grüßen

Rene Despang

rené.despang@slt.sachsen.de

 

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