Der Dresdner DGB-Chef Ralf Hron ist verzweifelt und ruft zu einer europaweiten Großdemonstration am 14. Februar 2009 in Dresden auf

Nationale Opposition veranstaltet traditionellen Trauermarsch

Laut der „Sächsischen Zeitung“ vom 26. September beabsichtigt eine sogenannte „Dresdner Initiative“, bestehend aus fast allen Parteien, verschiedenen Initiativen und natürlich auch der Jüdischen Gemeinde, sich dem „rechtsextremen“ Trauermarsch in den Weg zu stellen. Zu der Großdemonstration soll es einen europaweiten Aufruf geben. Ralf Hron vom DGB hat wohl in letzter Zeit Alpträume bekommen, weil er annimmt, daß der Protest gegen den alljährlich stattfindenden Trauermarsch der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland wie schon im letzten Jahr ein Reinfall werden könnte. Damals kamen noch nicht einmal 1000 Gegendemonstranten nach Dresden, wobei weniger als ein Drittel davon Dresdner Bürger waren, wie in einem linken Internetforum zu lesen war. Derweil belief sich die Zahl der Teilnehmer des Trauermarsches der JLO laut Angaben der „SZ“ auf 3800 Teilnehmer. Die wirkliche Teilnehmerzahl dürfte allerdings weit über 5000 gelegen haben. Kein Wunder, daß das „Bündnis für Demokratie“, welches die Gegendemonstration leitete, zwar einen großen Aufruf gestartet hatte, danach aber von den großen Protesten nichts mehr auf ihrer Internetseite zu finden war, weil es diese ja so auch nicht gegeben hatte. Wird dieses Bündnis, was laut „SZ“-Angaben über 100 Mitglieder in seinen Reihen zählt, nun aufgelöst werden, da es den Protest ja nicht mehr leitet und sonst keine Aktionen weiter durchführt? Wohl eher nicht, da es sicherlich auch Gelder für den groß angelegten Kampf gegen Rechts erhält. Egal wie die Sache ausgehen wird, in einem sind sich fast alle sicher, eine Wiederholung von 2008 darf es im nächsten Jahr auf keinem Fall geben. Nur die Dresdner CDU will bei diesem Trauerspiel noch nicht ganz mitmachen. So sagte der Dresdner  CDU- Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Lars Rohwer gegenüber der „SZ“: „Wir werden sicherlich nichts tun, was die Arbeit der Polizei erschwert. Zudem brauche es zu diesem Anlaß keine europäischen Politiker, welche die Geschichte Dresdens nicht kennen.“

Wie recht er damit hat, zeigen jedes Jahr aufs neue die Dresdner Bürger, besonders die Erlebnisgeneration. Sie legen Jahr für Jahr ihre Blumen am 13. Februar auf dem Heidefriedhof nieder oder gehen am Abend zu einem Gottesdienst und zünden, in Erinnerung an ihre verstorbenen Familienangehörigen oder Freunde, eine Kerze an. Dem Protest der „Gutmenschen“ aber bleiben sie fern, weil sie es nicht ertragen können, wenn sie auf Transparenten lesen müssen „Bomber Harris tu es noch einmal“ oder wehrlos mit ansehen müssen wie geistig umnachtete, zumeist junge Menschen rufen „Nie wieder Deutschland“ oder „Alles Gute kommt von oben“. Wie viel Schmerz muß dies bei dieser Generation wohl auslösen? Sie wissen aber sehr wohl, daß es Menschen gibt, die diszipliniert und schweigend durch Dresden ziehen, um den Bombenopfern in Würde zu gedenken.

Es ist eine Frechheit und an Dreistigkeit kaum zu übertreffen, wenn in einer Kolumne der „SZ“ Peter Ufer ausführt: „Doch für diese Freiheit muß ab und zu ein Zeichen gesetzt werden. Am besten mit einer großen, bunten Demonstration, eine für diese schöne Stadt.“ Vielleicht sagen sie doch gleich noch „mit einer abschließenden Kundgebung und großem Volksfest für groß und klein“. Nein, Herr Ufer, das wollen die Dresdner mit Sicherheit überhaupt nicht. Weil Sie dies aber auch ganz genau wissen, müssen die Organisatoren ihre Eingreiftruppen, die dann durch Dresden ziehen, aus ganz Europa ordern, damit es so wird, wie zum G8-Gipfel in Rostock oder erst neulich in Köln, wo linke Gutmenschen einmal mehr gezeigt haben, was sie unter „friedlichem Protest“ verstehen.

Daß dies der CDU so kurz vor der Kommunalwahl in Dresden und den darauf folgenden Landtags, Bundestags- und Europawahlen nicht so gut bekommen könnte, hat die Partei wohl erkannt. Die anderen Parteien brauchen da noch ein wenig oder es ist ihnen egal? Hauptsache „volle Kante gegen Rechts“. Brennende Barrikaden und Steinewerfer gegen friedliche Teilnehmer eines genehmigten Trauermarsches sind sicherlich das letzte, was die Dresdner Bürger an diesem Tag sehen wollen.

Der Trauermarsch derweil steht nicht nur für die Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors am 13. und 14. Februar 1945 in Dresden und den unzähligen Toten, deren Zahl von Jahr zu Jahr  immer weiter nach unten korrigiert wird. Nein, er steht auch für Städte wie Hamburg, Frankfurt oder bspw. Köln, um nur einmal drei Städte zu nennen.  Sie alle verbindet eines mit Dresden: es gab sie und ihre Einwohner nach diesen Flächenbränden fast nicht mehr. Diesen, unseren Opfern zu gedenken, müßte doch mehr als selbstverständlich sein. Nicht ohne Grund fordern die Dresdner Stadträte des Nationalen Bündnis Dresden (NB) eine Straße „Straße des 13. Februar“ zu nennen oder ein würdiges Mahnmal in Dresden für die Opfer zu errichten. Bislang leider ohne Erfolg.

Wir sind für nächstes Jahr gut aufgestellt. Die Vorbereitungen haben begonnen und ich bin mir sicher, daß wir auch im nächsten Jahr wieder einen dem Anlaß entsprechend würdigen Trauermarsch durchführen werden. Die Teilnehmerzahlen sind dabei nebensächlich. Uns geht es hauptsächlich darum, an diesem Tag den Bürgern zu zeigen, daß wir der anständige Teil der Menschen sind, die an diesem Tag auf die Straße gehen. Die Menschen aus Dresden, Deutschland und natürlich auch von befreundeten Gruppen aus Europa und der ganzen Welt, werden auch im nächsten Jahr nach Dresden kommen, um in Würde der Toten von Dresden, die symbolisch für viele zerstörte Städte stehen, ihre letzte Ehre zu erweisen.

Es wird natürlich auch im Vorfeld wieder zahlreiche Aktionen und Veranstaltung geben. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig unter http://www.jlosachsen.de/ oder www.rene-despang.de.

Wir sehen uns am 14. Februar 2009 in Dresden!

René Despang, MdL

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