Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los…

Eine Nachbetrachtung der Antifa-Demo vom 18. Oktober

Am 18.10. fand in Dresden eine Demonstration gegen das Bekleidungsgeschäft „Larvik“ in der Dresdner Innenstadt statt. Laut Dresdner Morgenpost vom 19.10. wurde diese von der Verdi-Jugend angemeldet. Doch von Gewerkschaftsfahnen war weit und breit nichts zu sehen. Auch der Linken und der Grünen Jugend blieb nichts anderes übrig, als sich am Ende des Demonstrationszuges einzureihen. An der Spitze des Zuges schritten die Autonomen Antifaschisten voran. Laut Dresdner Morgenpost hatte die Versammlungsbehörde Verdi zwar darauf hingewiesen, daß Teilnehmer der gewaltbereiten Antifa in einer ernstzunehmenden Größenordnung zu erwarten wären und daß mit Straftaten zu rechnen sei, dennoch zog die Gewerkschaft ihre Anmeldung nicht zurück. Kein Wunder. Arbeitet doch Dresdens Gewerkschaftsboß Ralf Hron offenkundig völlig ohne Berührungsängste mit diesem Klientel zusammen. Im linken Internetforum „Indymedia“ war in einem Beitrag zu lesen: „Wer neben der Demo am 18. Oktober in Dresden noch so richtig Spaß haben will, sollte am besten schon am Freitag anreisen. Es wird auf jeden Fall für jeden etwas dabei sein. Erkundigt euch bei den Dresdner Antifaschisten: Nazi-Locations und Wohnstätten von Neonazis gibt es zahlreiche in der Stadt und Umgebung!“

Daß dies nicht nur so dahingeschrieben wurde, konnte ich am eigenen Leib erfahren. Am Sonnabendmorgen gegen 02.00 Uhr schlichen ca. 10 Antifaschisten um mein Büro auf der Osterbergstraße herum. Nur der Tatsache, daß einige Kameraden sich bereit erklärt hatten, von Freitag bis Sonntag in meinem Büro Tag- und Nachtwache zu leisten, ist es zu verdanken, daß nichts passiert ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei diesen noch einmal recht herzlich bedanken.

Kein Wunder also, daß die Polizei, die natürlich auch diverse linke und rechte Foren im Auge hat, sich auf die Gefahrenlage eingestellt hatte und ankündigte, die Videodrohne zum Einsatz zu bringen, um Störer zu filmen. Dies paßte aber dem Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi von den Grünen gar nicht. So kritisierte er in der Ausgabe der DNN vom 14. Oktober diese Vorgehensweise. Hatte Herr Lichdi etwa Angst, daß seine linken Freunde so schneller überführt werden könnten, wenn sie Straftaten begehen? Mit einigen kleinen Anfragen von Herrn Lichdi an die Staatsregierung wird diesbezüglich sicher in den nächsten Tagen zu rechnen sein.

Doch auch die Tatsache, daß das Aktionsbündnis „Ladenschluß jetzt -Tønsberg dichtmachen!“ sich in diversen linken Foren als Anmelder dieser, aus Sicht der Linken “erfolgreichen Antifa Demonstration“ feiern lassen hatte, verleitet mich dazu, noch einmal genauer nachzufragen, wer der offizielle Anmelder dieser Demonstration war.

Dem Gewerkschaftsboss Hron, der sich in der Dresdner Morgenpost besorgt über das gewaltbereite Klientel in „seiner“ Demo äußerte, sei folgendes ins Tagebuch geschrieben: „Sie brauchen gar nicht verärgert darüber zu sein, daß sie auf der Demo nichts zu melden hatten und daß es natürlich, wie ja schon angekündigt, nicht friedlich blieb. Glauben Sie, wenn Sie die Krawallmacher aus ganz Europa am 14. Februar nächsten Jahres nach Dresden holen wollen, daß es dann anders sein wird? Nein! Im Gegenteil, es wird noch wesentlich gewalttätiger werden und dann wird man Sie hoffentlich mit in Haftung nehmen, weil sie die Geister erst gerufen haben, die sie dann nicht mehr los werden.“

René Despang (MdL)

 

 

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