Hat der ehemalige Bürgermeister der Stadt Dresden damals gelogen oder doch die Historikerkommission?

Wie wir in einer vergangenen Presseerklärung berichtet hatten, erklärte die Historikerkommission am 01.10. in Dresden, daß bei der Bombardierung am 13./14. Februar 1945 maximal 25 000 Tote zu beklagen waren.

Dem gegenüber stehen schon seit einigen Jahren die Aussagen des ehemaligen Dresdner Bürgermeisters Walter Weidauer. Dazu muß man natürlich erst einmal wissen, wer diese Person eigentlich war, damit es nicht von vornherein heißt: „Der war doch bestimmt früher auch ein Nazi.“

Walter Weidauer wurde 1899 als Sohn eines Korbflechters in der erzgebirgischen Stadt Lauter geboren. Ab 1921 war er Mitglied der KPD und wurde 1932 Abgeordneter der KPD im Reichstag. Im Juni 1942 wurde er vom Volksgerichtshof zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 07. Mai 1945 wurde er von der Roten Armee in Dresden befreit. Danach trat er wieder in die KPD ein. Nach der Gründung der SED wurde er Mitglied dieser Partei. Von 1946 bis 1958 war er Bürgermeister von Dresden und von 1946 bis 1951 Mitglied des Sächsischen Landtags. Bis heute ist er Ehrenbürger der Stadt Dresden. Walter Weidauer verstarb am 13. März 1986

1965 erschien sein Buch „Inferno Dresden“, welches in 5 Auflagen (letzte Auflage 1983) erschien und auch heute noch überall antiquarisch zu erwerben ist. Weidauer spricht darin von mindestens 35 000 Toten und stützt sich dabei auf eine Reihe von Beweisen, die er in seinem Buch benennt. Interessant sind aber vor allem zwei Punkte, die vehemend den Aussagen der sogenannten „neutralen“ Historikerkommission widersprechen.

Zum einen stellt Weidauer fest, daß es auf jeden Fall Angriffe mit Bordwaffen gegeben hat. Diese These untermauert er mit drei Beweisen. Erstens steht in der Schlußmeldung der höheren SS- und Polizeiführung unter II.1 „Ziel und Taktik“: „Bei allen Angriffen war Bordwaffenbeschuß festzustellen.“  Zweitens hätten ihm eine Reihe sehr glaubwürdiger Freunde erzählt, daß sie diesen Beschuß auf einzelne Zivilisten am eigenen Leib erfahren mußten bzw. selber gesehen haben. Und drittens hätte Weidauer selbst im Großen Garten, in den viele ausgebombte Dresdner verzweifelt flüchteten, eindeutige Schußlöcher an den Bäumen festgestellt.

Als zweiten, hochinteressanten Punkt führt Weidauer aus, daß nach schriftlich vorliegenden Aussagen des Oberfriedhofsgärtners Zeppenfeld auf dem Dresdner Heidefriedhof 28 746 Menschen begraben wurden, darunter die Asche von 6865 Menschen, die auf dem Altmarkt verbrannt worden waren. Dieser selbst sei bei allen Bestattungen zugegen gewesen. Auf dem Johannesfriedhof wurden weitere 3666 Menschen beerdigt. Wenn man diese beiden Zahlen addiert, wurden also laut Aussagen von Herrn Weidauer mindestens 32 412 Menschen auf diesen beiden Friedhöfen bestattet.

Nun stellt sich natürlich die berechtigte Frage, warum ein bekennender Kommunist wie Weidauer höhere Totenzahlen angegeben haben sollte als denjenigen, die er 100 % nachweisen konnte.

Daß aber die Opferzahl von 35 000 bei weitem nicht der Realität entsprechen kann, belegen die folgenden Fakten, welche zwar auch mehr oder weniger in dem Buch benannt werden, auf die aber Weidauer in seiner Berechnung keine Rücksicht nahm.

  1. In Dresden lebten 1945 ca. 650.000 Einwohner. Da Dresden noch nicht zerstört war, hielten sich dazu noch ungezählte Flüchtlinge, vorwiegend aus Berlin und aus den Vertreibungsgebieten im Osten, in der Elbmetropole auf. Also kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, daß ca. 800.000 - 1.000.000 Menschen Anfang 1945 in Dresden wohnten.
  1. In Dresden gab es Anfang 1945 ca. 220 000 Wohnungen, von denen laut Weidauer 75% nach dem 14. Februar 1945 total zerstört waren. Ca. 15 km² der Innenstadt wurden bei den Angriffen total und weitere Randgebiete Dresdens leicht zerstört.
  1. Die Dresdener Wohnhäuser besaßen fast alle keine Luftschutzkeller und zum größten Teil noch nicht einmal primitivste Schutzmaßnamen.

Wenn man all diese Fakten zusammenrechnet, bleibt also doch die berechtigte Frage, wohin über 700 000 Menschen fliehen konnten, wenn, wie die Historikerkommission behauptet, maximal 25.000 Menschen ums Leben kamen. 

Wir wären natürlich sehr froh, wenn es so gewesen wäre, aber die Tatsachen sprechen eine andere, viel grausamere Sprache, für die man kein Historiker sein muß.

Der Nationalen Opposition dann vorzuwerfen, sie würde mit den Opferzahlen ihr Schindluder treiben, ist mehr als infam.

Gedenket in Würde allen Opfern von Dresden, gedenket in Würde allen Opfern des Zweiten Weltkriegs.

Wir sehen uns am 14. Februar zum Trauermarsch in Dresden.

Nähere Infos unter: www.jlosachsen.de oder www.rene-despang.de oder www.npd-dresden.de

 René  Despang (MdL)