Liebe Pieschener Bürgerinnen und Bürger,

nach einem Beitrag der „Sächsischen  Zeitung“ vom 28. September beabsichtigt die Bürgerinitiative „Pieschen gegen rechts“ am 6. Oktober 2007 ein „Bürgerfrühstück gegen rechts“ in der Oschatzer Straße zu veranstalten.

Da die Initiatoren mein Büro auf der Osterbergstraße 14 und mich persönlich attackieren, sehe ich mich veranlaßt, Ihnen, liebe Pieschener Mitbürgerinnen und Mitbürger, Folgendes mitzuteilen:

Es wird Ihnen vielleicht bekannt sein, daß ich seit September 2006 für die NPD-Fraktion ein Mandat im Sächsischen Landtag ausübe. In meiner Funktion als Abgeordneter habe ich das Recht - wie übrigens jeder andere Abgeordnete auch -, ein Bürgerbüro zu unterhalten. Dieses Büro dient als Anlaufstelle für interessierte und engagierte Bürger, die hier die Möglichkeit haben sollen, ihre Sorgen und Nöte loszuwerden und sich beraten zu lassen. Es dient aber auch dazu, sich ein eigenes ungeschminktes Bild über die Arbeit der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag zu machen. Daß immer mehr Bürger in Dresden und in Sachsen nicht mehr alles glauben, was die Medien über die NPD berichten, und lieber kritisch nachfragen, konnte ich in den letzten Monaten immer wieder bei zahlreichen Gesprächen mit Bürgern verschiedenster Alters- und Berufsgruppen in meinem Büro feststellen.

Natürlich habe und werde ich auch weiterhin Informationsmaterial über die NPD-Fraktion in Pieschen verteilen, da die etablierten Medien leider allzu häufig nur in diffamierender und verfälschender Absicht über uns berichten. Ich möchte auf diesem Wege dazu beitragen, daß die Bürgerinnen und Bürger in unserem Stadtteil zu ihrem Recht auf Information kommen und sich aus erster Hand über unsere parlamentarischen Initiativen im Sächsischen Landtag informieren können. Dies ist eine ganz legitime Angelegenheit und wird so im übrigen auch von den Abgeordneten anderer Parteien gehandhabt, ohne daß es darüber Aufregung gäbe.  

Ich habe in einem Schreiben an die vorgebliche „Bürgerinitiative ´Pieschen gegen rechts´“ den Damen und Herren angeboten, mich einmal zu einem Gespräch einzufinden, um mich persönlich vorzustellen und etwaige Fragen zu beantworten – oder auch kontrovers zu diskutieren. Ich habe die „Bürgerinitiative“ auch selbst in mein Büro eingeladen, um einen Eindruck von meiner Arbeit und den Räumlichkeiten zu vermitteln.

Leider erhielt ich bis heute keine Antwort auf mein Schreiben, das Sie übrigens auch auf meiner Internet-Seite (www.rene-despang.de) unter „Aktuelles“ nachlesen können. Fürchtet man sich möglicherweise vor dem offenen Meinungsaustausch – oder vor sachlichen Argumenten, die mittlerweile von vielen sächsischen Bürgern mitgetragen werden? Oder haben die Initiatoren dieser „Bürgerinitiative“ nur Angst, zugeben zu müssen, daß man mich nicht ohne weiteres aus meinem Büro vertreiben kann - ist doch hinlänglich bekannt, daß von mir und meinen Mitarbeitern mit Sicherheit auch in Zukunft keine Straftat ausgehen wird?

Ich kann Ihre Aufregung, Herr Ronald Lose, in Ihrer Eigenschaft als SPD-Ortsbeirat von Pieschen wirklich nicht verstehen – Sie müßten doch wissen, daß Gewalt nicht von uns, sondern in den allermeisten Fällen von unserem politischen Gegner ausgeht. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Protest gegen mein Büro noch friedlich bleibt.

Sie dürfen aber davon ausgehen, Herr Lose, daß Ihre Wähler von Ihnen  erwarten, daß Sie zumindest den Mut aufbringen, sich mit mir einmal an einen Tisch  zu setzen und mich nicht billig als „Rechtsradikalen“ oder „Rechts-extremen“ abzustempeln, ohne mich überhaupt zu kennen. Ich kann Ihnen und natürlich auch allen anderen Ortsbeiräten von Dresden-Pieschen nur nochmals ein solches Treffen anbieten. 

Liebe Pieschener Bürgerinnen und Bürger,

ich kann verstehen, daß Sie sich auf das von der Bürgerinitiative „Bürger gegen rechts“ angekündigte kostenlose Frühstück freuen, auch wenn Sie gegen mich persönlich gar nichts haben. Ich bitte Sie aber: Lassen Sie sich von dieser obskuren Organisation nicht vereinnahmen. Ich werde alles in meinen Möglichkeiten Stehende unternehmen, damit Pieschen auch in Zukunft ein ruhiges, lebenswertes Viertel unserer Stadt bleibt.

Ich lade Sie gern einmal in mein Büro auf der Osterbergstraße 14 zu einer Tasse Kaffee ein, wo Sie sich selbst ein Bild von meinen Kollegen und mir machen können.

Wir sind jeden Dienstag und Donnerstag von 10.00-16.00 Uhr für Sie im Büro zu erreichen, oder Sie können auch telefonisch unter der Rufnummer 3231880 einen separaten Termin mit mir vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich

Ihr NPD-Abgeordneter

René Despang

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